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marliesdekkers

"Meine gesamte Arbeit als feministische Designerin ist von Musen inspiriert—starken weiblichen Ikonen aus Vergangenheit und Gegenwart. Obwohl Frauen über Jahrhunderte hinweg marginalisiert wurden, gab es sie immer: Archetypen weiblicher Stärke. Mit meinen Designs bringe ich sie zu dir. Um gemeinsam die Welt des modernen Feminismus zu gestalten.

In dieser Saison stelle ich dir eine Legende vor, die mit Overknee-Stiefeln und messerscharfem Verstand alle Konventionen durchbrach: die furchtlose, makellose Emma Peel.

Sie war Eleganz und Intellekt, gehüllt in einen Catsuit. Chemikerin, Kampfkünstlerin, Meisterin der Verwandlung. Mit einem Lächeln und einem Schwert stellte sie das Bild der hilflosen Frau auf den Kopf—und wurde zum Gegenteil. Eine Frau, die nie darauf wartete, gerettet zu werden, weil sie immer einen Schritt voraus war."

- Marlies Dekkers

ÜBER MEINE MUSE

Als ich Emma Peel als meine Muse wählte, entschied ich mich nicht nur für eine Stilikone—ich erkannte auch meine eigene Ambition in ihr. Sie bewegte sich mit Leichtigkeit, Intellekt und Mut durch männerdominierte Welten. Auch ich trat in den 1990er-Jahren in die Lingerie Branche ein—ein Feld, das damals fest in männlicher Hand war—und stellte es Schritt für Schritt auf den Kopf. Emma war Chemikerin, Kampfkünstlerin und Meisterin der Verwandlung—ihre Stärke lag im Kopf, genauso wie in ihrem Handeln. Ich erinnere mich, wie ich The Avengers sah und dachte: So will ich kämpfen. Nicht nur aussehen wie sie—kämpfen wie sie. Ich meldete mich sogar mit einer Freundin zu einem Kampfsportkurs an. Doch kaum hatte ich begonnen, bekam ich buchstäblich einen Schlag ins Gesicht. Das war das Ende meiner Kampfsportkarriere—aber nicht meines Kampfgeistes. Diesen Geist habe ich auf andere Weise weitergetragen. Ich kämpfte nicht mit Fäusten, sondern mit Ideen. Ich begann, diese Stärke und Präzision in meine Designs zu übersetzen. Wo andere Weichheit als Schwäche sahen, sah ich Strategie. Ich entwickelte meine Kollektionen wie eine Choreografie: klug, sinnlich, bewusst. Ich arbeitete innerhalb des Systems—oft mit Männern, niemals unter ihnen—und veränderte das Spiel von innen heraus.

Was mich an Emma am meisten beeindruckte, war nicht nur ihre körperliche Stärke, sondern die Art, wie sie sich in der Welt bewegte. Elegant und kraftvoll. Sinnlich und scharfsinnig. Ihre Verbindung zum männlichen Hauptcharakter war einzigartig—nicht unterwürfig, nicht kokett, sondern auf Augenhöhe. Dieses Bild prägte mich, als ich mein Unternehmen gründete: eine Frau, die mit Anmut und Stärke einen Raum betritt und ihren Platz einnimmt, ohne um Erlaubnis zu bitten. Für mich war Emma Peel nicht nur eine Figur—sie war eine Möglichkeit. Der Beweis, dass eine Frau mutig, klug, verführerisch und vollkommen selbstbestimmt sein kann. Dass sie einen Catsuit tragen und gleichzeitig eine Mission haben kann. Dass sie die Regeln neu schreiben kann—nach ihren eigenen Vorstellungen. Auf Emma Peel: brillant, rätselhaft, immer zwei Schritte voraus. Sie dominierte nicht durch rohe Gewalt—sie entwaffnete mit Geist, Präsenz und Präzision. Das ist die Art von Stärke, nach der ich immer gestrebt habe: nicht laut, aber unmöglich zu übersehen. In meiner Welt geht es bei Verführung nicht darum, mehr Haut zu zeigen—sondern mehr Intention. Jede Linie, jeder Strap, jede Silhouette beginnt mit einer Entscheidung. Einer Botschaft. Einem Zug. Denn Verführung beginnt im Kopf.

-XXX- Marlies

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